Das Steuer abgegeben

Der Wecker klingelte gegen 05.45. Draussen wird es langsam hell. Beim Öffnen der Augen stauen ich nicht schlecht, dass ich direkt in die Augen eines Impala’s blickte. Ein schöneres Erwachen kann ich mir im Moment nicht vorstellen, welch ein Glücksgefühl. Die Tiere sind über Nacht bis in unser Camp gekommen, ich hoffe, meine beiden Gäste können sie auch vom Cottage aus sehen. Pünktlich um 09.30 kamen Gerard und Arina um uns abzuholen. Die beiden sind ein tolles Team. Sie kümmert sich um Haus, Cottages und Buchhaltung, er managet die Reservationen, die Gästebetreuung, die Game Drives und alles was sonst noch anfällt. Weil es in der Nacht stark geregnet hat können wir nicht über die überliche Piste bis zum Hauptquartier fahren. Gerhard übernimmt das Steuer für mich mit meinem Kombi und ich bin, aufrichtig gesagt, dankbar dafür. So geniessen wir nochmals unverhofft einen kurzen „Game Drive“. Bereits beim Losfahren können wir die Nashornfamilie nochmals von ganz nah bestaunen. Eine tolle Verabschiedung nach zwei wirklich wunderschönen Tagen bei dieser liebenswürdigen Familie. Deshalb sag ich anstelle „Good bye“ viel lieber “see you again and take care in the meantime“. Das Wiedersehen sollte früher erfolgen als gedacht. Wir waren bereits ein gutes Stück unterwegs, als ich feststellte, dass mein Handy bei der Verabschiedung leider auf dem Bürotisch liegen blieb. Meine lieben Gäste nehmen es zum Glück gelassen. Ale hopp, rasch ist es geholt und wir können unsere Reise planmässig weiterführen. In Oudtshoorn erwartete und viel Sonne bei 28 Grad. Nach einem kurzen Stadtbummel und einer Erfrischung fuhren wir ins 14km ausserhalb der Stadt gelegene Camp. Dieses liegt traumhaft schön, mit rundum Blick in die Berge – Swartberg und Outeniqua Mountains. Wir freuen uns, dass wir das Abendessen in der Lodge bei Pascal gebucht haben und diese atemberaubende Kulisse bis zum Schlafen gehen geniessen können.

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Der etwas andere Spaziergang

Das Indala Private Game Reserve hat sich zu Recht einen Namen mit seinem Angebot „Walk with Elephants“ gemacht. Er darf sich die Nr. 1 in Südafrika nennen. Heute in der Früh werden wir von Gerhard abgeholt um mit diesen prächtigen Dickhäutern ein paar Schritte zu gehen. Begleitet werden wir von zwei ausgebildeten Ranger, die uns während dem Marsch einige interessante Fakten über diese Giganten erzählen und unsere Fragen beantworten. Wir dürfen den Elefanten sehr nahe kommen und es ist einfach wundervoll, diese Tiere so nah zu spüren, sie zu berühren und zu riechen. Dieses Erlebnis prägen wir in unseren Herzen ein. Gerard entführt uns später auf einen Game Drive durch sein Privates Game Reserve. Wir sehen viele Kudus, Elands, Spring- und Buschböcke sowie Zebras. Den Nachmittag geniessen wir in der Lodge, abwechselnd draussen, dann wieder im Cottage. Es ist mal heiss, mal windig, mal regnerisch, mal richtig stürmisch – the Power of Nature! Am Abend gesellt sich Gerhard zu uns und wir geniessen zusammen einen traditionellen südafrikanischen Braai.
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Ab in den Busch

In der Nacht zog ein heftiges Gewitter über Barrydale und beim Aufwachen regnete es heftig. Welch ein Segen! Es kam so viel Wasser auf einmal, dass die Küche unseres Guesthouses leicht überflutet war. Wie praktisch, so konnte gleich der Boden aufgenommen werden. Wir wurden mit einem reichhaltigen Frühstück verwöhnt, welches keine Wünsche offen lies. Diese Mahlzeit soll heute auch bis zum Abend reichen. Vor der Abfahrt erstatteten wir der Weberei einen kurzen Besuch ab. Lokale Frauen stellen dort hübsche Teppiche, Schals, Handtücher etc. her. Von Barrydale fuhren wir ein Stück auf der R62 bis kurz vor Ladismith. Über den Garcia Pass erreichten wir schliesslich Riversdale. Hier liess ich meinen Gästen etwas Zeit, das von der schwarzen Bevölkerung dominierte, friedliche Städtchen zu erkunden. Diese Zeit nutze ich um die Einkäufe für die nächsten zwei Tage zu tätigen. Voll ausgerüstet mit Proviant und Drinks fuhren wir los, auf der N2 mit Zwischenstop im Aloe Ferox Shop, direkt ins 20km östlich gelegenen Indala Private Game Reserve. Von Gerard wurden wir dort herzlich in Empfang genommen. Nach dem Check in durften wir ihm mit unserem PW folgen, über Stock und Stein durch den Busch. Ich frag mich wie ich da wohl wieder hinaufkomme (schwitz). Egal, für die nächsten zwei Nächte sind wir hier untergebracht. Wir logieren in zwei Cottages im Busch, in der Mitte befindet sich das Cottage, welches als Gemeinschaftsküche dient. Eine grosszügige Lappa mit Feuerstelle gehört ebenfalls dazu. Das Camp ist neben einem Wasserloch gelegen. Am späteren Nachmittag konnten wir dort Zebras, Nashörner und verschiedenen Antilopen beim Trinken beobachten. Der Buschhase kam nahe ans Wasserloch heran, getraute sich jedoch nicht, einen Schluck zu nehmen. Uns gefällt es hier und wir freuen uns auf entspannende Stunden in dieser einzigartigen, natürlichen Umgebung.
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Bye bye Cape Town

Heute hiess es Abschied nehmen von Kapstadt, dem Palazzo und Gastgeber Roberto. Rita hat mit seiner Unterstützung einen dekorativen Strang aus Franchipani Blüten erstellt. Dieser hängt jetzt im Auto und füllt es mit einem frischen Duft. Um 9 Uhr ging die Fahrt schliesslich los. Nochmals einen Blick hinauf zum Tafelberg und dann liessen wir die Stadt rasant hinter uns. Ein gutes Stück auf der N2, die Route gestaltete sich trotz Autobahn abwechslungsreich, den sie führt über den Sir Lowry’s Pass, vorbei am Steenberg Dam und dann entlang der Overberg Region. Kurz nach Riviersonderend nahmen wir die Abzweigung nach Bonnievale und gelangten bis zur R60/62. Wir hatten Glück, die Strassen Renovationsarbeiten zu Beginn der R62 sind noch voll im Gang doch wir hatten grünes Licht und ersparten uns somit Wartezeiten bis zu 20 Minuten. Flott gings bisher voran, so kam uns allen ein leichter Lunch in Montagu sehr entgegen. Dabei konnten wir uns mit den lokalen Dörrfrüchten eindecken, Proviant für die nächsten Tage. Von Montagu waren es noch etwas mehr als 30 Minuten bis wir unser Tagesziel Barrydale so kurz gegen 14.30 erreichten. Der lausche Garten des Guesthouses „Sorgfry» lud zum Ausruhen und verweilen ein, was Rita auch gerne nutze. Jack und ich entschlossen uns für eine kleine Erkundung zu Fuss. Auf den Felshöhen des Traddow liefen wir entlang des gut sichtbaren Pfades und hatten eine super Sicht auf das Städtchen und das Tal. Unterwegs begegneten wir einem Arbeiter namens Johannes, der sich auf dem Heimweg in die „Community“, auch Township, begab. Er freute sich über den spontanen Wortwechsel mit uns und zeigte mit seinem grossen Lachen seinen letzten verbliebenen Zahn. Wir wunderen uns beide, wie sein Speiseplan wohl noch aussehen mag. Den heutigen Tag liessen wir im kleinen, feinen Restaurant „Mez“ ausklingen. Das „Mez“ ist sehr zu empfehlen, sie servieren dort frische und lokale Gerichte, einfach nur köstlich! > {CAPTION}
> > Glücksbringer basteln vor der Abreise > {CAPTION}
> > „Sorgfry“ > {CAPTION}
> > Arge Trockenheit! Alle sehnen sich nach Regen. > {CAPTION}
> > Barrydale > {CAPTION}
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> > Speisekarte im Restaurant „Mez“

Köstliche Tröpfchen

Programmumstellung ist bereits an der Tagesordnung. Gut so, denn in den ersten zwei Tagen haben meine Gäste schon sehr viel gesehen. So entschlossen wir uns, den heutigen Tag der Welt der Kap Weine zu widmen. Schliesslich ist es ganz gut, wenn man ein bisschen mitreden kann, wenn es um die Weinbestellung in den Restaurants geht. Unsere Tagestour war gemächlich mit Start in Simonsig, über Muratie, weiter bis ins Zentrum von Stellenbosch und schliesslich einem letzten Degustationshalt im Weingut „Neethlingshof». Hier wählten wir eine spezielle Weinverkostung mit kleinen lekkeren Häppchen, passend zum jeweiligen Tröpfchen. Dieser Tag vermittelte einen guten ersten Eindruck der südafrikanischen Winelands.

Kork Baum

Keller Tour

Muratie Garten

Neethlingshof

Alle guten Dinge sind fünf

Fachsimpeln….

Übers Kap hoch hinauf

Wir verfügen über zwei weitere volle Tage in Kapstadt und möchten natürlich als erstes auf den Tafelberg hinauf, denn das ist einfach „ein Muss“. Noch schien es unklar, ob dies möglich ist. Auf der Webseite hiess es „offen“ doch das Wetter lies anderes vermuten. So fuhren wir bis zur Talstation und erkundigten uns vor Ort. Die Bahn fuhr Touristen zwar nach oben, doch die Sicht wurde mit „0“ beurteilt. Nichts für uns. Plan B kam zum Zuge und erwies sich als perfektes Tagesprogramm. An der False Bay erwartete uns stahlender Sonnenschein. Wir besuchten den kleinen Hafen von Kalk Bay und kamen dabei den Seelöwen ganz nahe. Anschliessend erstatteten wir den süssen Pinguinen am Strand von Boulders Beach einen Besuch ab. Das Wetter war herrlich und obwohl das Kap der Guten Hoffnung eigentlich nicht auf dem Programm stand, war plötzlich klar, dass dies ein wunderbares Ziel wäre. Selten konnte ich das Kap der Guten Hoffnung so entspannt und doch lebendig sehen. Es tummelten sich verhältnismässig wenige Touristen herum und das Wetter war mit dem Wind und den Nebelschwanden einfach wunderbar. Mal zeigt sich die südwestlichste Küste nebelfrei dann, von einer Sekunde auf die andere schien alles im Nebelschleier zu verschwinden – mystisch! Auf dem Weg zurück wählten wir die Route über Scarborough und den Chapmans Peak Drive, über Hout Bay bis Champs Bay. Und siehe da… „the Mountain“ präsentierte sich nebelfrei im wunderbaren Sonnenlicht des Spätnachmittags. Kurzentschlossen gings zum Abschluss des Tages schliesslich doch noch hoch hinauf und wir waren uns einig, dass wir einen geradezu perfekten Tag auf der Kaphalbinsel erleben durften.

Hafen von Kalk Bay

E chli sünnele…

Wie ausgestopft

Kap der Guten Hoffnung

Dynamisch

Big smile am Kap

Misty cliffs

Hout Bay

Chapmans Peak drive

Die zwölf Apostel

Table Mountain

On the top

Bummeln in Woodstock und City Tour

Ideale Wetterbedingungen für am ersten Tag in Kapstadt: Wir starteten den Tag im Stadtviertel Woodstock bei milden 22 Grad. In dieser Ecke der Stadt könnte man problemlos den ganzen Tag verweilen. Dieses Viertel wird sogar mit Soho in New York verglichen. Interessanterweise traf ich an diesem Morgen eine Lady aus New York die mir mit lachender Mine versicherte, dass es hier viel «cooler» sei.
Nach Woodstock erwartete uns ein Stadtbummel durch die Innenstadt mit Company’s Garden und Green Market Square. Einen ersten Eindruck ist für die Neuankömmlinge nun vorhanden.

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Gruppenbild mit Smile @ Woodstock

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Erste Interaktionen mit Locals

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Company’s Garden

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